Der Weg geht von der inneren Leere, hin zur grenzenlosen Freiheit.

Wann warst du das letzte Mal im Kino? Wann das letzte Mal im Theater?

Wir fiebern mit den Protagonisten auf der Leinwand oder auf der Bühne mit. Wir leiden mit ihnen und wir lieben und freuen uns mit ihnen. Für den Moment ist für uns alles ganz real. Und doch wissen wir ganz genau, dass alles was wir sehen und durchleben nur eine eingeübte Rolle ist. Ein Teil eines Charakters, der Teil einer Geschichte ist. Eine Rolle, die von einer RegisseurIn phantastisch in Szene gesetzt wurde. Für uns, den Zuschauer. Wir alle haben bestimmte Erwartungen an die 180 Minuten die wir dort verbringen. Alles soll so echt als als möglich sein. Damit wir mit fühlen können.

 

Wann hast du dich das letzte mal selbst beobachtet? Im Film oder Theaterstück deines eigenen Lebens?

In unserem Leben ist es ganz genau so wie auf der Leinwand oder auf der Theaterbühne.

 Jeder von uns hat zig verschiedene Rollen in seinem Leben, die er bespielt. In der Partnerschaft. In der Familie. Vor den Kindern.  Vor den Eltern. In der Firma. Im Freundeskreis. In der Gesellschaft. Vor uns selbst. Irgendwer sind wir immer.

An all diese unsere Rollen sind verschiedenste Erwartungen geknüpft. Von anderen. Und von uns selbst. 

Als FreundIn sollen wir gut zuhören können und emphatisch dazu sein; ach Pferde stehlen können wäre auch noch ganz toll.  Als Eltern sollen wir großzügig und jederzeit liebevoll sein und für alles und wirklich alles Verständnis haben. Als MitarbeiterIn sollen wir unserem Arbeitgeber jederzeit Freude machen und kreativ sein und na klar heute auch agil. Als PartnerIn sollen wir facettenreich sein und sexy und womöglich auch noch neben Nähe die notwendige Sicherheit schenken.

Welche Rollen spielen in deinem Leben eine (zu) große Rolle?Selbst wenn wir viele dieser Rollen gern tun und sie zur selbstverständlichen Routine unseres Lebens geworden sind, unterliegen sie trotz alledem einem gewissen Druck. Dem Druck anderen Menschen zu gefallen und es je nach Anzahl der Rollen, die wir innehaben es allen anderen Recht zu machen.

Was von diesen Rollen, egal ob in deinem Inneren oder im Außen gelebt ist wirklich deins? Viele dieser unserer Rollen spielen wir auch nur in unserem realen Leben, ganz genau wie die Schauspieler. Vielerlei Rollen üben wir nur aufgrund unserer Konditionierungen aus oder weil andere das aus uns machen und na klar auch weil wir es zulassen. Welche Programmierungen verfälschen uns selbst total? Und welche erschaffen in uns eine Persönlichkeit, die wir niemals sein wollten? 

 

Nur mal angenommen, wir würden glauben, dass alles, wirklich alles möglich wäre. Und nur mal angenommen, wir wären jetzt wirklich einmal bereit hinter all unsere aufgesetzten eigenen Masken einen Blick zu riskieren. Nur mal angenommen, wir würden uns einmal mit unseren innersten Seelenwünschen beschäftigen. Und nur mal angenommen, wir würden unseren tiefsten Sehnsüchten und Wünschen folgen. Nur mal angenommen, wir würden auf den Ruf unseres Herzens hören. Und nur mal angenommen, wir würden einmal nicht auf alle anderen hören. Nur mal angenommen, wir würden alle eingesammelten Glaubenssätze und Limitierungen löschen. Nur mal angenommen, wir würden nicht hartnäckig an dem was wir im Moment noch tun festhalten. Und nur mal angenommen, unser Ego würde keine Rolle spielen. Nur mal angenommen, wir würden nicht weiter auf diesem Maskenball tanzen. Nur mal angenommen, wir würden allen  limitierenden Programmierungen und fremdgesteuerten Programmen den Stecker ziehen. Und nur mal angenommen, das Leben meinte es immer nur gut mit uns und wäre immer für uns. Nur mal angenommen, wir wären wie verrückt mutig. Und nur mal angenommen, wir würden darauf scheissen was der Rest der Welt über uns denkt. Und nur mal angenommen, wir würden voller Selbstliebe und Selbstanerkennung strotzen. Nur mal angenommen, wir wären bereit die volle Verantwortung für uns selbst und für unser Handeln zu übernehmen. Nur mal angenommen, wir hätten große Lust rauszufinden wer wir wirklich sind. Nur mal angenommen, wir würden das großartige Geschenk unseres Lebens annehmen.  Nur mal angenommen, wir hätten keine Angst, absolut keine. Nur mal angenommen, wir könnten uns vorstellen zu erinnern. Nur mal angenommen, wir würden einmal nein im außen sagen und dafür ja zu uns selbst. Nur mal angenommen... .

 

Wenn du dich tief in deinem Inneren nach dir sehnst, nach deinem wahren Selbst, dann frag dich. Wenn du nichts lieber wärst als authentisch, dann frag dich. Wenn du dich nach Freiheit sehnst, dann frag dich. Wenn du dich nach (d)einem selbstbestimmten Leben sehnst, dann frag dich. Wenn du keine Lust mehr hast fremdbestimmt zu sein, dann frag dich. Wenn du die volle Verantwortung für dein Handeln und dein Sein übernehmen möchtest, dann frag dich. Wenn du neugierig bist, wer du in Wirklichkeit bist und wer du noch werden kannst, dann frag dich. Wenn du Lust hast auf dich ganz ungeschminkt und demaskiert, dann frag dich. 

 

Was, wenn wir einfach mal niemand sein müssten?

Weißt du eigentlich wer du bist, wenn du niemand sein musst?

Was von alledem würdest du noch leben, wenn alle Zwänge, Muster und Erwartungen keine Rolle mehr spielen würden. Wenn alles möglich wäre. Wenn du weder irgendwem entsprechen müsstest, noch irgendetwas erwirtschaften müsstest.

Wenn du keinen Namen, kein Geburtstag,  keine Eltern, keinen Partner, keine Freunde, keinen Job, keine Verpflichtungen, kein Geld, kein Besitz, kein Auto, keine Klamotten, kein... und auch kein... . 

Was wenn du dich ganz auf dein göttliches Naturell besinnen würdest? Und alle deine Potenziale und wunderbaren Talente leben würdest? Was würdest du tun, wenn du all deine wunderbaren Fähigkeiten, die du mitgebracht hast tatsächlich nutzen würdest? Wie würdest du dich hier frei entfalten? Wer würdest du sein?

 

Nimm dir Zeit für dich und denk doch mal drüber nach. 

Was wäre anders? Was bliebe gleich? Fühlst du dich bei den Gedanken leer? Oder fühlst du dich frei?

 

Der Weg geht von der inneren Leere hin zur grenzenlosen Freiheit. Deiner eigenen Freiheit. Wenn wir niemand mehr sein müssen, um der sein zu können, der wir sein möchten🙂, Der, der wir schon immer sind. 

 

 

 

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