Großes Vertrauen schenken, dass macht den Unterschied.

Photo by dylan nolte on Unsplash

 

"Ich vertraue, dass die Krankheit einen guten Ausgang nehmen wird." 

"Ich vertraue, dass ich auch im Alter genug Rente bekomme."

"Ich vertraue, dass mein Partner auch in stürmischen Zeiten zu mir steht."

 

Wie auch viele andere Worte in unserer Sprache, gehört auch das Wort "Vertrauen" zu den eher  missverstandenen Worten. Auch "Glück", "Erfolg", "Angst", "Gott" und "Liebe" gehören unter anderem dazu.

Wir haben Vertrauen, dass die Krankheit wieder vergeht.

Wir haben Vertrauen, dass das Gesundheitssystem uns auch im Alter noch trägt.

Wir haben Vertrauen, dass uns unser Partner immer lieben wird.  

 

Was genau meinen wir aber damit?

Wir sprechen immer dann von Vertrauen, wenn unser gewünschter Ausgang inkludiert ist. Wenn es darum geht, dass ein von uns gewünschtes Ende der Geschichte bereits geschrieben ist. Dann sprechen wir von Vertrauen.

 

Was ist das aber dann in Wirklichkeit?

Das ist kein Vertrauen, das ist immer eine zukunftsgekoppelte Erwartung. Eine Story bei der wir selbst das Ende bereits in unser Vertrauen mit einbauen🧐. Vertrauen in ein bestimmtes Ergebnis ist kein Vertrauen. 

Es gibt das kleine und das grosse Vertrauen. Kleines Vertrauen ist immer auch gleichzeitig ein Deal. Ein Kuhhandel. Es stellt Forderungen. Immer. "Wenn ich dir vertraue, dann erwarte ich aber auch im Gegenzug von dir, dass...!" Wenn dann Vertrauen halt. Es setzt immer auch die Erwartung eines bestimmten Verhaltens voraus. Weil ich dir vertraue, erwarte ich dieses oder jenes Verhalten im Gegenzug.

 

Ganz im Gegenteil dazu steht das Große Vertrauen. Grosses Vertrauen kennt kein Misstrauen. Es ist immer vorhanden, unabhängig davon, was auf der menschlichen Ebene geschieht. Es braucht keine Bestätigung, denn es kann nicht verraten werden. Es vertraut einfach. Dieses Vertrauen ist der Schlüssel zu allen Mysterien.

Es gibt nur ein wahres Vertrauen. Das Vertrauen, dass alles perfekt ist, was auch immer passiert. Dies ist das Vertrauen, dass sich keinerlei Sorgen macht. Das ist das Vertrauen, dass nicht kontrolliert. Das ist das Vertrauen, dass annimmt. Dieses Vertrauen fühlt einfach, dass alles perfekt ist, wie es ist. 

 Wahres Vertrauen ist furchtlos. Wahres Vertrauen erwartet stets nur das Beste. Wahres Vertrauen vertraut dem höheren Selbst. Wahres Vertrauen ist die Grundlage jeder Beziehung. Auch und gerade zu dir selbst. Es kann nicht enttäuscht werden. Es ist das Gegenmittel gegen jede Form von Angst. Es lässt der Angst keinen Platz im eigenen Sein.

 

Was ist eigentlich Angst?

Angst ist für mich immer die gedankliche Vorwegnahme eines Ereignisses aus der Vergangenheit in unsere Zukunft.

 

Das ganze Gegenteil dazu ist das Große Vertrauen. Es vertraut in sich. Voller Vertrauen richtet es den Blick auf das höchste Potential der Zukunft. Es richtet den Blick auf das höchste Selbst. Es ist wie das Umschalten auf einen anderen Kanal. In einem erhöhten Bewusstsein.

Das wahre Große Vertrauen sieht sich selbst und alle anderen aus einem erleuchteten Herzen heraus. Absichtslos. Bedingungslos. Dieses Vertrauen lässt uns eintreten in eine Ebene der eigenen Freiheit,  Freude und Liebe. 

 

Bevor wir unsere Seele ganz erfahren, müssen wir lernen zu vertrauen. Geduldig. Klar. Stark. Absichtslos.

Vertrauen ist der notwendige Zwischenschritt dazu.

Solange wir immer noch so sehr damit beschäftig sind unsere äussere Realität mit unserem Verstand zu steuern, werden wir nicht in unserer totales Vertrauen kommen. Wir werden es nicht realisieren. Wir bleiben im Kleinen Vertrauen stecken. Wir bleiben in der zukunftsgekoppelten Absicht verhaftet.

Vertrauen ist eine Technik, sich nicht im eigenen urteilenden Verstand zu verlieren. Nicht dort stecken zu bleiben. Sondern ihn zu  transzendieren. Den nächsten Schritt zu machen.

So schaffen wir es in unsere eigene innere Unabhängigkeit. Unsere Unabhängigkeit von der Absicht. Unsere Unhabhängkeit vom Resultat.

 

Wo befindest du dich zur Zeit👀?

Was ist deine bestimmte Absicht?

Wem oder Was schenkst du dein Großes Vertrauen?

 

 

 

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