So viel spazieren war ich noch nie!

Wenn man Kinder in schulfähigem Alter hat, dann wird derzeit auch von „Corona-Ferien“ gesprochen. Ich finde diesen Begriff irgendwie ein wenig unpassend. Sei´s drum, Woche 2 ist geschafft und ich blicke mal wieder zurück.

 

Als erstes fällt mir auf, dass die Zeit ähnlich schnell vergeht wie sonst auch. Die Angst, dass uns die Decke auf den Kopf fällt, hat sich nicht bestätigt. Wir haben uns eine gewisse Tagesstruktur gegeben, die wir auch versuchen einzuhalten. Morgens ein bisschen was für die Schule machen, danach raus an die frische Luft. Das Wetter ist traumhaft und so fällt es relativ leicht, Stunde um Stunde draußen zu verbringen. So viel spazieren gegangen wie in dieser Zeit bin ich noch nie! Und wenn ich so in die Gesichter blicke, die uns begegnen: so geht es einigen! Wahrscheinlich liegt das daran, dass dies die einzig erlaubte Beschäftigung ist, die uns noch geblieben ist. Wie ich finde, es gibt Schlimmeres.

 

Das zweite Highlight dieser Tage ist, dass wir alle gemeinsam Mittag essen. Da der Papa meiner Kinder im Homeoffice ist, können wir dreimal täglich gemeinsam essen, uns austauschen, einfach unterhalten. Das ist toll!

 

Danach machen die Kinder ein wenig Pause, die beste Zeit für mich, um mich auch mal an den Rechner zu setzen und zu arbeiten (so wie im Moment übrigens). Auch wenn ich derzeit keine großen Zeitfenster habe, so schaffe ich auch in kurzer Zeit immer etwas und freue mich über alles, was ich erledigen kann. Ich priorisiere besser und schaffe noch besser, mich mit 80% zufrieden zu geben. Geht auch!

 

 

Aber dann ruft uns derzeit auch wieder die Sonne nach draußen. Mein Sohn „muss“ dann meistens eine kleine Fahrradtour machen, meine Tochter holt ihre Inlineskates raus. Wir genießen die Sonnenstrahlen in vollen Zügen und bleiben bis zum Abendessen draußen. Zack, Tag rum und wieder nix von den vielen Dingen getan, die schon lange mal getan werden sollten. Na ja, vielleicht ist morgen ja schlechtes Wetter.