Spiegel unserer Seele.

Heute war es wieder einmal so weit. Beim Spazierengehen bei herrlichem Sonnenschein, fiel mir eine Frau energetisch bereits aus der Ferne auf. Dunkelbraune Latzhose. Strahlend gelbes Top darunter. Sonnengebräunte Haut. Lange dunkelbraune lockige Haare. Wild gestikulierend mit einer anderen Frau. Die Strahlkraft ihres Herzens und ihrer Aura konnte ich mit jedem Schritt, den ich ihr entgegenging, umso stärker spüren. Ihre Sonne im Herzen. Das Licht. Und na klar auch ihre strahlende Lebensfreude.

Als ich nur noch ein paar Schritte von ihr entfernt war. Konnte ich auch das außergewöhnliche Strahlen in ihren Augen entdecken und spüren. Grünbraun. Tief.

In ihnen spiegelte sich die gesamte Schönheit und Weisheit des Orients. Ein Hauch von Curry, Sternanis, Nelken und Kardamom wehte mir süßlich warm wabernd entgegen. Ihre Augen funkelten neugierig und glitzernd gold im Sonnenlicht. Vor meinem geistigen Auge entstand sofort das Bild einer Kriegerin, wie sie sich stark und kraftvoll dem blauen Himmel entgegenstreckt. Dem Leben. Ihrem Leben. Eine Kriegerin des Lichts.

Die Augen als Spiegel unserer Seele. Wow dachte ich, da ham wir's ja wieder. Es ist immer dasselbe. Und wunderschön und faszinierend zu beobachten.

Ich machte ihr beim Vorbeigehen ein Kompliment. Unsere Augen begegneten sich. Wir lächelten uns an. Beide. Ganz ohne Worte. Und doch wissend.

Aus unseren Augen strahlt unser innerstes Wesen. Unser Kern. Unsere Seele äußert sich über unsere Augen. Direkt. Unverfälscht.  Für jeden zu sehen, der zu erkennen vermag.

 

Mit einem einzigen Blick übermittelst du deinen gesamten Seelenzustand. Die Tiefe deines Wesens. Die Erfahrungen all deiner Leben glitzern und Bilder formen sich. In den Augen können wir die tiefe Liebe einer Seele erkennen. Die Bedingungslosigkeit. Die Ewigkeit. Und damit auch ihr strahlend schönes Licht.

Wenn du im Licht bist, übermittelst du über deine Augen selbst dieses Licht. Strahlend. Stark. Magnetisch.

Wenn wir uns ganz tief in unsere Augen gucken. Wenn wir uns darauf einlassen zu sehen und zu erfahren.  Uns quasi ganz tief hineinfallen lassen, dann können wir unsere Herkunft erkennen. Die Weite. Und das Universum.

 

Auch können wir uns an den Augen wieder erkennen. Wir erkennen eine geliebte Seele über Jahrtausende über den Blick in ihre Augen. Können gemeinsam erlebtes sehen und spüren. Und dabei ist es schnurzpiepegal wie der Körper um die Seele drumherum aussieht. Klein oder groß. Dick oder dünn. Mit oder ohne Brille. 

Wobei das Tragen einer Brille uns auch auf den Seelenzustand schließen lässt. Und noch auf Blockaden hinweist. Genau so wie Ausschlag auf dem Dritten Auge ein sicheres Zeichen für einen beginnenden Transformationsprozess ist.

Lange oder kurze Haare. Oder gar keine. Ganz egal.

 

Es war ziemlich genau vor einem Jahr. Ich zu spät. Wie immer,  würden meine drei Mädels jetzt sagen.

Das Seminar hatte längst schon begonnen. Ich stolperte in den sorgsam aufgestellten Stuhlkreis und stellte mich noch im Gehen vor. Selbstverständlich ließ ich alle wissen, dass es ganz sicher nicht meine Schuld war, dass ich verspätet reinplatzte. War es auch nicht. War der Stau.

Nur noch ein Stuhl blieb mir zur Auswahl. Ich wählte ihn. Und fand mich im nächsten Augenblick neben einem Mann zu meiner Linken wieder. Hhhmmm. Schade. Nicht mein Typ, schoss es mir in den Kopf. Zu meiner Rechten war ganz schön viel Luft. 

Ich quatschte munter, wenn auch flüsternd in seine Richtung. Noch unausgelastet und voller Wörter ob der langen Autofahrt, die hinter mir lag. Im nächsten Moment drehte sich mein Stuhlnachbar zu mir. Grummelte mir etwas entgegen. Ob meiner Störung sichtlich kurz angebunden, und dennoch nannte er mir höflich seinen Namen. Den ich erst gar nicht verstand.

Während ich direkt in seine tiefen Augen fiel. Seine strahlenden und neugierigen Augen. Voller alter Weisheit und Erfahrung. Voller Ruhe, Gelassenheit und Liebe. Ich spürte sofort ein wohlig warmes und geborgenes Gefühl. Welches sich aus meinem Herzen in meinem ganzen Körper pulsierend ausbreitet. Angekommen. Heimat. Schoss es mir durch den Kopf.  Ich sah mächtig hohe Berge im Hintergrund. Mit ihren schneebedeckten Spitzen. Und einen kleinen Jungen vor seinen Füßen, der mich keck und neugierig betrachtete. Er streckte mir und ihm seine kleinen Hände entgegen und zog uns schon im nächsten Moment lachend und albernd hinter sich her.

Zack. Bums. Das war's. Ich wusste Bescheid. Und das Seminar interessierte mich ab diesem Augenblick nicht mehr die Bohne. Ende der Geschichte.

Danke. Danke. Danke. Für alles was ich mit dir und durch dich erleben durfte. Die Schönheit unserer Seele das erste mal bewusst erblickend. Die unendliche tiefe und reine Liebe unseres Kerns. Das strahlend schöne Licht unseres Herzens. Wenn man erstmal über die menschliche Hülle hinaus zu sehen vermag.

 

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