Zufriedenheit des Verstandes.

Ein Gefühl der Sehnsucht blieb. Immer. Aus den Tiefen meines Herzens. So klar und rein. So deutlich und nicht zu überhören. Nicht nicht zu spüren. Und doch so fein. 

Obwohl ich schon so vieles erreicht hatte. Obwohl ich schon Vielerlei kreiert und geschaffen hatte. Obwohl ich eigentlich voll und ganz zufrieden sein musste. Sagten die anderen. Sagte mein Umfeld. Sagte mir mein Verstand. Laut. Mahnend. Eindringlich.

Irgendwann wurde der Ruf in mir lauter. Klarer. Deutlicher. Irgendwann schallte es mir täglich in den Ohren. Ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Schon gar nicht aus dem Herzen. Denn da kam die Stimme ja her. 

 

Ich fing an zu entlernen, was ich dachte wer und was ich war. Schmiss nach und nach alles was nicht zu mir gehörte raus. Guckte mir alles an was im Laufe meines Lebens meinen Teich verschmutzt hatte. Hier war ausnahmsweise mal bewerten angesagt. Guckte mir alles an, was mir komisch vorkam. Was sich komisch anfühlt. Was ich einfach wusste, was nicht zu mir gehört. Glaubenssätze, Gefühle und Meinungen über mich. Angenommene. Übernommene. Bedankte mich bei allem. Und trennte mich dann davon. In Liebe.

 

Die Sehnsucht danach einfach ich zu sein. Einfach so zu sein wie ich wirklich bin. Ohne Masken. Ohne Rollen. In jedem Augenblick meines seins. Einfach nur ich.

Ich bin nicht mein Name. Ich bin nicht meine Ausbildungen. Ich bin nicht mein Haus. Und ich bin schon gar nicht mein Auto. Nicht mein Partner. Auch nicht mein Expartner. Und auch nicht meine Kinder. Ich bin nicht meine Eltern. Nein, meine Nachbarn bin ich auch nicht. Und nicht mein Chef. Ich bin nicht meine Vergangenheit. Ich bin nicht das was ich bis jetzt gemacht habe. Und auch nicht das was mit mir gemacht wurde. Ich bin einfach. ICH.

 

Es ist nicht unser Ziel, sondern unser Weg, den wir gehen. Der gelebt und gefühlt werden darf. Dass wir  jeden Tag gern leben. Jeden Tag die kleinen Wunder sehen und uns an ihnen erfreuen. Dankbar sein. Jeden noch so kleinen eigenen Fortschritt feiernd. Wir dürfen glücklich sein. Jeden Augenblick. Dass wir jeden Tag neugierig sind. Auf die Version, die wir morgen sein können.

Dass du  jeden Tag du selbst bist und in deine volle Blüte findest. Heute die. Und morgen eine noch strahlendere.

Wir sollten einfach ehrlich sein mit jedem einzelnen Moment, den wir leben. 

 

Folge jeden Tag deiner Sehnsucht und Freude. Und fokussiere dich allein darauf.

Denn wenn du deiner Freude folgst, wird automatisch alles hochkommen, was nicht in dieser Frequenz schwingt, wie eine vor die erscheinende Strassensperre. Rot weiss. Scheinbar unüberwindbar. Und wenn das auf deinem Weg immer mal wieder passiert, kannst du immer noch in dem Moment entscheiden, in dem sie sich zeigt, welchen Weg du wählst.

Du kannst dich drumherum mogeln. Oder einfach davor stehenbleiben und abwarten. Du kannst einfach umkehren. Oder du hältst voll drauf, zerbrichst die Sperre. Und löst die Ursache nachhaltig. Und ein für alle mal.

 

Jeder von uns hat zu jeder Zeit die Wahl, welchen Weg er nimmt, und ob er dem Ruf der Sehnsucht folgt. Auch Umwege führen früher oder später ans Ziel. Oder wir versuchen es halt in einem anderen Leben nochmal.

 

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