Die Kraft deiner Intuition.

Da war es wieder dieses Gefühl. Das Bauchgefühl. Der sechste Sinn. Die innere Stimme. Die Intuition. Die innere Führung. Das höhere Selbst. Die Vorahnung. Das einfache klare Wissen. 

Ich wusste, dass das richtig ist, was nun zu verfolgen war. Ich wusste es einfach. Schon so lange. Und nun machte ich mich daran, wieder einmal meinem Bauchgefühl zu folgen. Meiner Intuition. Entgegen jedem bewussten Wissen und entgegen dem was eigentlich empfohlen wird in dieser Situation. Was logisch wäre. Entgegen aller Prägungen und Gelerntem. Was immer wieder als Warnung und Mahnung von außen auf mich einprasselt. Und auch von innen. Von meinem Unterbewusstsein. Welches mich ja nur schützen möchte. Und so gar keine Lust hat etwas Neues zu wagen. Es nur gut meint und mein Überleben sichern möchte. Ich folgte meinem Bauchgefühl direkt. Und es sollte belohnt werden. Es sollte wieder recht behalten. Wie immer.

 

Die Begriffe kennen wir allesamt. Die Definition, picken wir uns einmal Intuition heraus auch. Intuition wird als ahnendes Erfassen und plötzliche Eingebung beschrieben. Ein Wissen, dass nicht auf Reflexion beruhende Erkennen und Erfassen eines Sachverhaltes oder eines komplizierten Vorgangs. Wir alle haben diese Intuition. Jede(r) von uns. Nur die Intensität, in der wir sie spüren ist unterschiedlich. Nur unser Vertrauen darauf ist unterschiedlich. Noch.

Unsere Intuition steht uns zu jederzeit zur Verfügung. Genau so wie die Luft, die wir atmen. Jeder von uns ist in der Lage darauf zurückzugreifen. Jeder von uns hat die Fähigkeit Dinge zu hören. Zu sehen. Zu spüren. Zu fühlen. Einfach zu wissen. Dinge zu erkennen, die über unsere bewusste Wahrnehmung hinaus gehen. Über alles was wir gelernt und gelehrt bekommen haben. Intuition ist weniger ein kognitiver Sinn, als vielmehr der Ausdruck unseres höheren Selbst. Ein Fließen und Zulassen all unserer Erfahrungen und Kompetenzen, die wir im Laufe unseres Lebens eingesammelt haben. Und auch ein wieder freilassen, bergen und entdecken derer, die wir sowieso schon mitgebracht haben. Diese Kompetenz, die wir von Geburt an tragen. Intuition hat immer auch eine Komponente von Unsicherheit und ganz viel Vertrauen. Das tiefe Vertrauen in uns selbst und darauf was alles in uns steckt. In unsere Urkraft. Auch ganz ohne auf Hilfsmittel zurückzugreifen, die natürlich alle ihre Berechtigung haben. Nach etwas Üben und Erfahrungen sammeln mit unserem Bauchgefühl und einigen Bestätigungen, können wir das auch ganz ohne Hilfsmittel. Müssen wir nicht. Können wir aber. Hilfsmittel können Bücher, Artikel, Pendel, Karten, Menschen, wissenschaftliche Erörterungen, Meditationen und vielerlei mehr sein. Alles was uns dabei hilft unsere Intuition besser zu spüren und ihr dann auch zu vertrauen und folgen ist gut und richtig.

Am Anfang fiel es mir immer schwer zu unterscheiden. Was waren meine Gedanken. Die aus meinem Kopf, meinem Ratio, meinem Ego. Und was waren wirklich Wahrnehmungen meiner Intuition. Mit der Zeit lernte ich sie zu unterscheiden. Die Stimme meines Bauches und Herzens ist wärmer. Mit mehr Gewissheit. Mehr Liebe. Mehr Nachsicht mit mir. Irgendwie klarer und wissender. Irgendwie nicht aus Gedanken erwachsen. Irgendwie nicht so menschlich. Eindringlicher ist sie nicht immer. Gerade am Anfang nicht. Vernünftig selten. Achtung. Mit der Zeit habe ich gelernt zu unterscheiden. Darauf zu vertrauen. Einfach zu hören. Zu fühlen. Zu sehen. Zu wissen. Zu vertrauen.

Je mehr ich lernte auf meine innere Stimme zu vertrauen, umso mehr konnte ich intuitiven Entscheidungen folgen. Intuitiv sein. Es geht nicht darum Intuition zu lernen. Sondern viel mehr intuitiv zu sein und daraus immer mehr Kraft und Gewissheit zu erleben, dass unser Bauchgefühl immer richtig ist. Uns nicht trügt. Immer wieder kommt. Uns liebevoll stupst. Bis wir vertrauen und unseren Herzensweg einschlagen. 

Je mehr ich lernte in meine Innenwelt einzutauchen. Ohne Ablenkung. Ganz bei mir. In Momenten des Nichtaktivseins und Nichtbeschäftigtseins und Nichtabgelenktsein. Gelang es mir immer mehr Verbindung aufzunehmen. Zu meinen Gefühlen. Zu meinem höheren Selbst. Zu meiner inneren Stimme. Zu meinem Herzen. Zu Beginn helfen viele Dinge der aktiven Ablenkung. Also ganz mit Absicht den Geist zu beschäftigen. Weil es uns dann besser gelingt im Jetzt zu sein und unsere Intuition zu spüren. Was hilft dabei den Geist ein wenig auszutricksen? Fokus auf unsere Atmung. Fokus auf einen Pendel. Fokus auf eine Stimme von außen. Fokus auf die Botschaft von Karten. Und vielerlei mehr. Wenn unser Geist beschäftigt ist, können wir besser auf die Stimme unserer Seele hören. 

Je mehr ich lernte mich selbst so zu akzeptieren wie ich bin und aufhörte an mir rum zu ändern. Aufhörte etwas an mir zu bekämpfen. Je mehr ich lernte meine Einzigartigkeit und Schönheit zu entdecken. Authentisch in jeder Lebenslage zu mir zu stehen und sogar mehr und mehr Freude daran zu gewinnen. Je mehr ich sogar schaffte über reines Annehmen und Akzeptanz hinaus zu kommen. Mich wirklich zu sehen. Mich wirklich zu lieben. Umso einfacher wurde auch das Vertrauen, das Annehmen und die Akzeptanz meiner inneren Stimme. Umso lauter wurde mein wissendes Herz. Je mehr ich wirklich wirklich zu mir stand, je mehr ich authentisch in allen Lebenslagen agierte. Authentizität lebte anderen gegenüber und am meisten natürlich mir selbst gegenüber. Je mehr ich lebe ,was ich denke, leben möchte, sein möchte. Auch und gerade wenn das mal ein Anstoß bedeutet, nicht geliebt zu werden oder auch nicht verstanden oder auch sogar Nichtakzeptanz und Ablehnung bedeutet. Umso mehr darf ich meine Intuition spüren, ihr vertrauen und leben. Einfach sein. Ich halte immer mehr mir selbst Wort. Stehe zu mir. Walk the talk. Zu jeder Zeit. 

Meine Intuition ist immer sehr präsent und rein in Situationen, in denen ich so natürlich sein kann wie ich als Kind sein konnte. Wow. Je mehr ich mein inneres Kind zu Rate ziehe. Je mehr ich mich Situationen aussetze und sie bewusst suche, in denen ich Kind sein darf. Und bin. Je mehr ich proaktiv in diese Situationen gehe und spüre und einfach sein kann.Je mehr ich mir erlaube unschuldig zu sein. Manchmal auch echt naiv.  Umso mehr kann ich sie spüren, meine innere Stimme. Die Stimme meines Herzens. Mein Bauchgefühl. 

Je mehr ich lerne meine Ängste zwar anzunehmen, ihnen aber nicht blind und einfach nachzugeben. Je mehr ich im Moment bin. Im Hier und Jetzt. Je mehr ich davon ablasse Sicherheit als Basis für meine Innere Stimme zu benötigen. Je mehr ich aufhöre diese Sicherheit zu fordern und zu brauchen, um überhaupt einen Schritt in die gefühlte, gehörte, gesehene und bewusste Richtung zu gehen. Umso mehr bekomme ich gelebte Bestätigung und Sicherheit für mein Tun. 

Probiert´s mal aus. Es gibt dir so viel mehr Handlungsfreiheit und Optionen auf deinem Weg und der Reise zu deinem Herzen. Zu dir selbst. 

Wir dürfen aufhören Sicherheit im außen zu suchen, um sicherer mit unserem Bauchgefühl zu sein. Unsere Intuition ist sich selbst genug.

 

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