Leben aller Aspekte.

Ich spüre die Leichtigkeit. Ich empfange den Fluß. Ich öffne mich für alles Schöne und lasse mich fallen. Nutze die Kraft meiner Weiblichkeit. Hineinfallen in den Fluß aus Leidenschaft und Liebe. Ich vertraue. Ich gebe mich hin.

Ich höre auf Haben zu wollen. Etwas erreichen zu wollen. Lasse alle Bedingungen und Pläne los. Alle todo Listen und Erfolgsstrategien. Gebe mich ganz. In erfüllender Liebe. Ohne beschränkende Bedingungen. Ohne einschränkendes Ziel. Voller ursprünglicher Leidenschaft. Ganz ich. Authentisch. Ganz im Augenblick.

Ich vertraue in mich selbst. Voller unbändiger Lebensfreude. Voller wilder Leidenschaft. Voller kribbelnder Lust. Voller schwingender Energie. Wild. Kraftvoll und doch zart. Ich spüre mich. Ich bin die größte Liebe.

Als ich aufgab meine weibliche Seite in mir zu bekämpfen, sollte sich alles ändern. Aufhörte sie abzulehnen. Ab dem Augenblick habe meinen Anspruch aufgegeben immer stark sein zu müssen. Und kämpfen zu müssen. Seitdem vertraue ich. Ich verlasse mich und schwinge mehr. In meiner vollen weiblichen Kraft. Ich erlebe ganz den Augenblick und den Moment. Seit dem kann ich mich noch mehr im Jetzt befinden. Ohne die Anwesenheit von Vergangenheit und Zukunft. Ich träume, fühle und spüre ihn. Den Moment. Und umso mehr mich. Ich geniesse.

Seitdem kann ich alle meine Aspekte leben. Alle Aspekte meiner Weiblichkeit. Ich bin weich. Und trotzdem kraftvoll und stark. Seit dem spüre ich tiefe Verbundenheit und Liebe zu mir selbst. Spüre den Ruf meines Herzens. Die Ungebundenheit meiner Seele. Meinen Seelenplan. Seitdem habe ich eine Heimat gefunden. Das Paradies. In mir. Ich bin frei in meinem Sein. Ich fühle mich vollständig. Verbunden mit der göttlichen Quelle. Ich bin frei.

 

Blätter schlagen aus. Überall spriessen und blühen die Blüten. Knospen springen auf. Alles riecht und duftet. Sinnlichkeit liegt in der Luft. Es ist die Zeit des Erblühens. Des Erwachens. Der Erneuerung. Die Tiere paaren sich und pflanzen sich fort. Die Kraft des Lebens ist überall zu spüren. Nicht aufzuhalten. Die Urkraft ist überall zu sehen, zu hören und zu riechen. 

Im Jahreskreis befinden wir uns gerade in der Zeit der Beltane. Unsere Ahnen haben zu dieser Zeit getanzt, gefeiert und gelacht. Lebensfroh. Lebensfreudig. Lebensbejahend. Sie haben sich freudig auf den Beginn der fröhlichen und lebendigen Jahreszeit vorbereitet. Gefreut. Die  Zeit der Fortpflanzung und Sexualität. Die wilde Zeit. Die Zeit der Tänze ums Lagerfeuer und Rituale. 

Die Göttin und der heilige Grüne Mann, der Gott der Natur haben sich in dieser Zeit immer wieder gefunden. In ihrer gemeinsamen Liebe. In ihrer Leidenschaft und Lebenslust. Die Göttin war erdverbunden, kannte sich mit Kräutern, Steinen und allerlei Ritualen und Heilkünsten aus. Der Grüne Mann war Herr der Natur. Sie feierten ausgelassen und wild den Beginn der fruchtbaren Zeit. 

Diese beiden Liebenden. In ihrer reinen Ursprünglichkeit sind irgendwann im Laufe der Zeit von der Bildfläche verschwunden. Die ursprüngliche Frau, in dieser Kraft und Reinheit ihres Seins wurde irgendwann zu einem Begriff zusammengefasst. Hexe.  Verbrannt. Ausgerottet. Egal, ob sie Heilerin, Priesterin oder Schamanin war. Angstbesetzt im Feld.

Mit ihr verschwand auch dieser Aspekt der Weiblichkeit in uns Frauen. Dieser wilde. Sinnliche. Ursprünglich Leidenschaftliche. Sich hingebende. Erneuernde und Leben erschaffende. Unbändig lebensfroh. Natürlich leicht. Mystisch Magisch. Unsere Urkraft. Unser Feuer. Ein Aspekt unser Weiblichkeit.

Und an all das erinnern wir uns gerade in diesen Zeiten. Nach all dem sehnen wir uns schon so lange. Umso mehr wir uns unserem eigenen Kern nähern. Je mehr wir Innenschau halten. Uns mit uns selbst verbinden. Sehnen uns tief. Das wollen wir wieder zurück. Die Freiheit. All die Wildheit und Lebenslust. 

 

Wir alle haben die Wahl zwischen Liebe und der Abwesenheit von Liebe, Angst zu wählen. Zwischen dem Erinnern der Leichtigkeit, Lebensfreude, Dankbarkeit, Freiheit, Vertrautheit, Wildheit und Leidenschaft. Und dem Festhalten und Bewahren der Zweifel, den Bedenken, dem Hadern und Ausruhen auf Altbekanntem, der Antriebslosigkeit und der Angst und.

 

Unsere Aufgabe ist umso mehr und gerade jetzt, in der Zeit der Einschränkungen im Außen. In der Isolation, dass wir gerade jetzt leben. Aufblühen. Erblühen. Uns entfalten. Ja, gerade deswegen. Bei uns bleiben. Dass wir gerade jetzt lachen, lieben, riechen, schmecken und fühlen. Uns erinnern. Dass wir uns noch einmal überdenken. Innehalten. Innenschau betreiben. Bei uns sein können. Zu uns finden. Viele von uns das erste mal. Und noch viel wichtiger, dass wir uns (noch einmal) erfühlen dürfen. Uns erfahren. Und unsere Leidenschaft, unsere Lebensfreude, all unsere Liebe leben. Trotz äußerer Umstände.

 

Wir Frauen dürfen zu dieser Zeit das Feld dieser Leichtigkeit, Liebe, Wildheit und Lebenslust nähren und auffüllen. Wir dürfen vorangehen. In vollem Vertrauen in uns selbst und unsere wilde Einzigartigkeit. Durch unsere Angst. Wohlwissend ob der Erfahrungen unserer Vergangenheit unserer weiblichen Ahnen. Wir dürfen trotz dieser im Kollektiv gespeicherten Angst aufstehen und in unsere wahre Größe und Sichtbarkeit treten. Und. Wir dürfen den grünen Mann wieder an unsere Seite bitten. Der im Feld noch etwas Schwierigkeiten hat, die ersten Schritte in diese Richtung zu gehen. Wir dürfen ihn wild und leidenschaftlich mitreißen. Um für uns beide all das wieder zurück zu erobern. Und endlich wieder leben zu können. Diese ursprüngliche Kraft unserer Leidenschaft und ja auch unserer ursprünglichen Sexualität. Ohne die es kein Fortbestehen gäbe. 

Wir holen uns jetzt alles wieder zurück. Die Magie. Die unbändige Lebenskraft. Die tragende Lebensfreude. Die prickelnde Lebenslust. Die Sinnlichkeit und auch die pure Leidenschaft.

Wow, könnt ihr das auch schon spüren? Das wird großartig. Na Mädels, habt ihr schon euren Grünen Mann im Blick?

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