Der Lohn von Geduld ist Geduld.

"Ganz hibbelig springen ihre Gedanken immer wieder umher. Kreisen immer um ein und dasselbe Thema. Meinst du nicht auch, dass das ein schlechtes Zeichen ist? Tag für Tag. Es müsste doch längst etwas gekommen sein. So lange konnte das doch nicht dauern. Ungeduldig schaut sie wieder und wieder auf ihr Handy. Öffnet den Briefkasten. Checkt ihre Emails. Immer noch nicht. Keine Antwort. Bei jedem "Ping" schreckt sie hoch und denkt jetzt aber. "Ping". Ihr Bauch krampft sich. Hoffnung breitet sich in ihr aus. Gepaart mit Angst vor der Gewissheit. Vielleicht klappt's. Vielleicht aber auch nicht. Freude fühlt sie nicht. Vorfreude schon lange nicht mehr. "Ping". "Ping." "Ping".

Was, wenn es wieder nicht klappt? Was, wenn wieder passiert, was sie schon so oft erlebt hat. Ablehnung. Ein nein. Um nur wieder enttäuschst zu werden. Die Nachricht der letzten Abrechnung ihres Autounfalls des Versicherers. Werbung. Belangloses. Ihre Gedanken greifen immer wieder auf, was sie sich doch so sehr wünscht. Versuchen verzweifelt zu fixieren. Was sie sich unbedingt in ihr Leben ziehen möchte. Zu bekommen. Haben möchte. Zu manifestieren. Ihren Traum. Ihre Erfüllung. Eine positive Reaktion. Eine Zusage. Eine Bestätigung. Dafür, dass sie gut genug ist. Anerkannt wird. Genügt.  Ihre Gefühle sprechen eine andere Sprache. Fahren Achterbahn.

Und doch bleiben ihre Wünsche nur Wünsche. Ihre Träume nur Träume. Unerfüllt. Unendliche Traurigkeit breitet sich aus. Wieder einmal macht sich ein Gefühl von Ohnmacht in ihr breit. Und die Frage: was nun? Mit der immer gleichen schalen Antwort: dann bin ich wohl doch nicht gut genug. Dann soll es wohl nicht sein.

Unfähig noch weiter in das wahre Gefühl zu gehen. Zu fühlen. Und  zu fragen, was es sie eigentlich lehren möchte. Wo sie noch heilen darf. Resignation. Selbstzweifel und Innere Leere machen sich mehr und mehr breit. Plan B scheint zu gewinnen. Einfach vernünftiger. Sicherer."

 

Wir dürfen uns üben in unendlichem Vertrauen. Wir dürfen lernen Vertrauen nicht nur auszusprechen, sondern es unendlich echt und tief fühlen. Wir dürfen geduldig sein. Absolute Gewissheit haben. Dass es sowieso kommt. Um aus diesem tiefen Vertrauen heraus loslassen zu können. Geduldig sein. In vollen Zügen und absoluter Klarheit und Lebensfreude heraus uns den Dingen zuzuwenden, die uns gut tun. Die uns nähren. Die uns die Schönheit und Einzigartigkeit unseres Seins hier auf Erden geben. 

Geduld sagt JA zum Jetzt und nimmt in vollem Vertrauen an was ist. Nimmt an was war. Und nimmt auch an was noch kommen wird. Und zwar alles. In unendlichem und reinem Vertrauen, dass das Leben uns nur Gutes bringt. Wir dürfen unumstößlich darauf vertrauen, dass das was wir mit unserem Gefühl auf den Weg gebracht haben sich auch irgendwann im Außen zeigen wird. Wenn wir nicht nur wüschen, sondern über dieses Haben wollen hinaus und über unseren Kontrollzwang heraus kommen und es auch wirklich wirklich fühlen können. Spüren, dass alles was sich zeigen wird gut ist. Egal ob es erfüllt oder lehrt. Und dann dürfen wir spüren wie es ist, wenn es da ist. Fühlen wie es ist, wenn es in Erfüllung gegangen ist. Ganz tief in uns. Ganz klar. Ganz echt.

Wir haben alles was uns dazu befähigt selbst zu erschaffen. Schöpfer*in zu sein. Wir verfügen auf der einen Seite über unseren klaren Verstand, der uns hilft zu sortieren, einzuschätzen, abzuwegen, zu vergleichen und einzuordnen. Zu verstehen. Unsere glasklare Intelligenz. Und auf der anderen Seite haben wir unser kristallklares Gefühl in direkter Anbindung mit  unserem Höheren Selbst. Verbunden mit unserem Herzen. Im Dialog mit unserer Seele. Unsere unendliche Schöpferkraft. Die Quelle allem was wir in der Lage sind zu erschaffen.

Mit dem unerschöpflichen Potenzial alles zu erschaffen. Einfach alles. Was wir uns vorstellen können. Und auch das was unser Vorstellungsvermögen übersteigt. Unsere Emotionen haben dabei die größere und ursprünglichere Schöpferkraft als unser Verstand. 

Nun können wir uns unseren Wünschen und Träumen von zwei Seiten nähern. Vom Verstand aus. Oder vom Gefühl aus. Wir können unsere Träume logisch auseinandernehmen und wie einen Elefanten klein schneiden. Planen. Abschätzen. Um dann doch zu verwerfen. Zu bequem oder nicht mutig genug sein. Oder wir können uns von unseren Gefühlen leiten lassen und von dem was wir tatsächlich manifestieren wollen. Wir können uns unsere Zukunft erträumen und erfühlen. Knallbunt. Wir können so leben als ob. Wir können jeden Tag so verbringen als wenn wir es bereits hätten, was wir uns doch so sehr wünschen. Wir können in das reine Gefühl gehen und es spüren.

Wenn das Gefühl was wir fühlen mit dem übereinstimmt was wir mit dem Verstand erschaffen wollen, dann rufen wir uns unseren Wunsch in unserer Leben. Unaufhaltbar. 

 

Du darfst dich trauen noch größer zu träumen. Du darfst dir getrauen noch größer zu wünschen. Du darfst jeden Tag riskieren aus der Reihe zu tanzen. Du darfst mutig wagen deine Grenzen auszutesten. Du darfst dir unendlich selbst glauben und vertrauen. Du darfst es dir unendlich Wert sein alles zu haben. Du darfst dich trauen ekstatisch zu fühlen. Was ist und was sein soll. Beides hat seine Berechtigung. Beides muss ein. Um Fülle auf allen Ebenen deines Seins zu empfangen. Deinem wahren Seelenruf.  Du darfst. Du kannst. Du wirst.

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