Nimm dir Zeit für deine Gefühle.

"Und wieder öffnete sich die Kühlschranktür wie von Geisterhand. Meine Gedanken kreisten schon wieder nur um das eine. Betäubung. Gefühle zudecken. Wegmachen. Weghaben wollen. Überdecken. Mehr von dem haben wollen. Wollen müssen. Müssen müssen. Doch im Grunde genommen nur nicht fühlen wollen. Mich selbst nicht fühlen. Und aushalten können. Längst gefühlte Gefühle, nicht noch einmal fühlen wollen."

Unsere Gefühle zu betäuben ist nur von kurzfristiger Dauer. Sie in Schubladen zu schieben und dort weg zu sperren hält sie nur vorübergehend in Schach. Den Situationen kategorisch auszuweichen, in denen sie uns direkt oder in Spiegeln begegnen könnten, nur ein aufschieben und vertagen. Bis das Leben deutlicher wird. Und was eigentlich noch viel schlimmer ist, mit jeder negativen Emotion, die wir unter dem Deckel halten, dämpft sich auch eine positive ab. Verblasst immer ein wenig mehr. 

Gefühle wegdrücken und weg sperren verbraucht unheimlich viel unserer kostbaren Lebensenergie. 

 

Ein Schlüssel auf dem Weg zu einem Leben, welches vor Lebensfreude nur so strotzt und strahlt, ist es sich seinen Gefühlen wieder zu öffnen. Und zwar allen. Ausnahmslos. Sie liebevoll willkommen zu heißen und ihnen Wertschätzung zu erbringen indem wir sie da sein lassen. In dem wir sie annehmen und fühlen. Bejahend. Um sie dann ein für allemal verabschieden zu können. Damit sie gehen können. Damit neue einziehen können in unser Leben. Endlich frei. Unsere Gefühle wollen gefühlt werden. Endlich unendlich gespürt werden. Allesamt. 

 

Viele von uns haben ihre Gefühle tief in sich weggeschlossen. Lehnen sie kategorisch ab. All die Gefühle unserer Kindertage, die wir nicht einordnen konnten und jene welche, die wir als schlecht empfunden oder bewertet haben. "Jungs weinen nicht. Schmerz. Das darfst du niemandem verraten, sonst passiert etwas ganz Schlimmes. Scham. Da kann man nichts machen, da musst du jetzt mal durch. Ohnmacht. Wegen dir müssen wir jetzt. Schuld. Stell dich nicht so an. Angst. Immer kümmerst du dich nur um ihn. Eifersucht. Niemand interessiert sich für mich. Verlassenheit. Bis du verheiratet bist hast du ihn vergessen. Ablehnung. Das macht man aber nicht, sei lieb. Wut. Der Teufel scheisst immer auf den größten Haufen. Neid ."

Und trotz der gut gemeinten Sprüche und Lebensweisheiten unserer Eltern, Großeltern, Erzieher und vielerlei mehr, haben wir diese Gefühle doch gespürt. Und uns nicht richtig gefühlt, das wir sie fühlen. Einfach falsch. Und haben sie in uns verkapselt. Sie abgelehnt. Uns selbst verkapselt. Uns selbst abgelehnt. 

All diese verborgenen und dennoch noch energetisch in uns gespeicherten Gefühle, kommen durch ganz bestimmte Trigger im Außen wieder in uns hoch. Drängen wieder an die Oberfläche. Ausgelöst durch tiefe Krisen. Krankheiten. Ablehnung. Durch Spiegel, die an uns herantreten. Arschengel und Knöpfe-Drücker. Die allesamt nur aus einem einzigen Grund in unser Leben treten, damit wir hingucken können. Sie endlich fühlen und annehmen können. Damit wir heilen.

All diese verdrängten und abgelehnten Gefühle in uns sind gespeichert in unserem emotionalen Körper. Allesamt feinstoffliche Energien, die eine sehr niedrige Schwingung haben. Niedrigschwingend, wenn wir sie der höchsten Schwingung des Universums gegenüberstellen, der unendlichen Kraft der Liebe. Die es vermag alles zu transformieren. 

 

Wir dürfen unsere Achtsamkeit trainieren und herausfinden, was wir denn wirklich haben wollen. Uns Zeit nehmen für uns selbst. Was wir denn nicht fühlen wollen. Wenn diese Gefühle in uns hoch kommen. Nimm dir Zeit es zu spüren und geh nicht einfach wieder darüber hinweg. Beschönige nicht weiter. Hör auf zu verdrängen. Und finde jetzt für dich heraus was sie dir wirklich sagen wollen. Nimm dir Zeit. Zeit für dich. Genau in diesem Moment, wenn der Trigger kommt. Das Gefühl in dir aufbrechen möchte. Nimm dir Zeit zu fühlen und lass es zu. Und (be)(hinter)frag dich, dein Hohes Selbst, dein Herz, die Geistige Welt oder wen auch immer du in diesem Moment in dir erwischen kannst. Welcher Anteil bereit ist mit dir zu sprechen. Sei bereit dich dem Gefühl zu stellen. Ihm zu begegnen. Nimm es an. Um es zu transformieren. Und endlich diese Energie aus dir abfliessen zu lassen. Immer wenn wir in unserem Gefühl sind, dann sind wir verbunden mit unserem Hohen Selbst. Dann kann alles fließen. Da kann alles fließen. Da fügt sich eins zum anderen. Da gibt es auch Heilung und Möglichkeiten für die niedrigschwingenden Gefühle in uns. 

 

Warum mache ich das jetzt? Warum möchte ich mich gerade so ablenken? Was für ein Gefühl möchte ich nicht haben? Und wie komme ich dazu? Wann habe ich dieses Gefühl schon einmal erlebt? Wo kommt es wirklich her?

Schmeiss dich ganz tief rein und fühle es mit aller Wucht und Energie, die es für dich bereit hält. Und dann frag es was es dir sagen möchte. Was in dir geheilt werden möchte. Was endlich gehen darf. 

Alle Gefühle wollen gefühlt werden. Gefühle sind. Nicht negativ und auch nicht positiv. Ohne Bewertung betrachtet. Sie sind nie etwas Schlechtes. Sie tragen immer eine gute Botschaft für uns und die herrliche Möglichkeit sie durch sie zu erfahren. In anderen Dimensionen ist dieses Fühlen so wie hier gar nicht möglich. Das ist ein Grund dafür warum wir hierher gekommen sind. Wir möchten uns unendlich tief fühlen und uns selbst erfahren. Öffne dein Herz für jedes deiner Gefühle. Öffne dein Herz auch für deine Wut. Deine Scham. Deine Eifersucht. Deine Ohnmacht. Deine Angst. 

So kann mehr und mehr Energie und Lebensfreude in dir wachsen. Energetische Schaffenskraft und ursprüngliche Schöpferkraft. So wirst du mehr und mehr zu dem, was du bist in Wahrheit. Sei es dir wert. Das Leben ist unendlich schön. Für dich. Für mich. Für uns alle. 

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