Bedürftigkeit und Abhängigkeiten.

"Ich wünsche mir Nähe, aber wenn sie auf mich zukommt, dann flüchte ich." "Ich wünsche mir nichts mehr als Freiheit, aber sehne mich zugleich nach nichts mehr als Nähe." "Ich kann sehr gut mit mir sein, verspüre aber immer wieder den Wunsch nach Verbindung und Verschmelzung." "Ich möchte allein erleben und aber auch in Liebe teilen."

 

Und genau dieser Teil ist es, der sich im Inneren nach nichts mehr sehnt als die Nähe einer erfülltesten Beziehung und die Sehnsucht nach symbiotischer Verschmelzung, der Teil ist es, der dich in Beziehungen (egal zu welcher Energie) flüchten lässt.

Selbst der größte Freiheitsliebende, die größte mit Selbstliebe erfüllte und der größte mit sich allein sein Könnende von uns verspürt diesen Wunsch nach liebevollster Partnerschaft und bedingungsloser Annahme in sich. Manchmal erst nach großem Aufschrei und Verleugnung. Aber doch ist diese Urkraft in uns. Ja klar. Selbstverständlich nicht aus einem Mangel heraus. Selbstverständlich nicht aus dem Gefühl der Inneren Leere. Und selbstverständlich auch nicht als Unerfülltheit oder der Wiedergutmachung eines Erlebnisses der Vergangenheit. Und auch nicht aus verdrängtem und scheinbar angenommenem Alleinseinwollen. Ganz klar.

 

Bedürftigkeit und Abhängigkeiten haben vielerlei Gesichter. Sie zeigen sich in Partnerschaften. In allen anderen Beziehungen. Aber auch in Energien wie Geld. "Das brauche ich nicht, aber schön wäre es doch." Also schlichtweg in allem was als Energiefrequenz auf uns zukommt. Überall da, wo wir einen Anteil von uns weggesperrt haben, weil wir uns nicht richtig gefühlt haben. Nicht verstanden. Nicht geliebt. Abgelehnt. Allein gelassen. Verlassen. Und Achtung. Sehr oft zeigt es sich nicht im eins zu eins.

 

Wir können nichts im Außen annehmen und empfangen, was wir im Inneren nicht haben. Wir können nichts von Außen füllen, was uns im Inneren fehlt. Wir können nichts im Außen finden, was uns unseren Schmerz im Inneren heilt. 

 

Wir fühlen uns hin uns her gerissen. Zersplittert. In keinem Lebensbereich sind wir so indifferent unterwegs wie in unseren Beziehungen zu anderen (Energien). Hin und her gerissen zwischen Sehnsucht nach Nähe und der Sehnsucht nach Unabhängigkeit. Maximalen Freiheit:

Verletzte innere Kinder, die um Liebe kämpfen und gleichzeitig unser Herz beschützen und verschlossen halten, um ja nicht wieder verletzt zu werden. Nicht noch einmal erleben zu müssen. Nicht fühlen zu müssen. Verletzte innere Kinder, die unser ganzes Denken und Fühlen beherrschen. Und schon finden wir uns wieder in Abhängigkeiten. In dem Bedürfnis nach Nähe und immer wieder auch aufkommendem Freiheitsdrang und der Wahrung unserer Unabhängigkeit. Und schon wieder drücken wir einen Teil runter. Schon wieder wird das Eine ob des Anderen verdrängt und nicht gefühlt. 

 

Doch was passiert mit verdrängten Gefühlen? Mit nicht gefühlten Gefühlen? Was passiert mit all den nicht gefühlten Gefühlen. Den nicht angenommenen. Den nicht zugelassenen. Den nicht zugelassenen. Den nicht von uns verabschiedeten Gefühlen.  den nicht geheilten und transformierten. All den nicht gefühlten Emotionen in uns. All den vielen Emotionen, die wir nicht zulassen aus dem Bedürfnis uns schützen zu wollen. Ja klar. Sie fangen an uns zu beherrschen. Sie leben uns. Anstatt dass wir uns leben können. In Freiheit und Unabhängigkeit. Mit allem was wir sind. Und ja. Auch mit all diesen. 

 

So schlummern all diese verletzten inneren Kinder weiterhin in den Tiefen in uns. In den Tiefen unserer Herzen. In den Tiefen unserer Seele. Mit ihrer Angst nicht zu genügen. Nicht gut genug zu sein. Ihrer Angst wieder verletzt zu werden. Es nicht zu schaffen. Den Erwartungen anderer nicht zu genügen. Nicht gerecht zu werden. Abgespalten und Dissoziiert von uns. Bewusst oder Un(ter)bewusst. Und dann kommen die Spiegel unseres Lebens. Die uns liebevoll direktiv mit der Nase auf diese Anteile von uns stupsen wollen. Immer wieder. Immer lauter. Bis wir uns ihnen stellen. Bis wir anfangen sie anzunehmen. Zu fühlen. Und  damit für immer zu heilen. Nehmen wir unsere verletzten inneren Kinder an und fühlen sie, können sie zufrieden und gesehen die Bühne unseres Lebens verlassen. Und uns nicht immer wieder dasselbe erleben lassen. Wir dürfen heilen. Dann wird auch der indifferente Drang nach Freiheit und Nähe gehen können. Oder auch der Trigger, den intakte Beziehungen, Menschen, die ihren Geldfluss als einen Teil von sich annehmen können, der Neid oder das Beäugen von Menschen, die ihre Wahrheit leben, endlich gehen. Kopf aus. Gefühl an. Lasst uns mit voller Freude fühlen und annehmen was ist. Um dann in der Gesamtheit dessen was wir sind zu leben. 

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